1. Du hast nach unserem Coding Weekend angefangen Informatik zu studieren. Was waren deine ursprünglichen Überlegungen als du dich für das Coding Weekend angemeldet hast?

Ich besuchte euer allererstes Coding Weekend im April 2016. Ich hatte keinerlei Coding Background. Der Kurs von Girls n‘ Code war perfekt auf meine Bedürfnisse als absoluter Coding Neuling zugeschnitten. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte ich mich intensiv mit Online Marketing und verfügte über umfangreiches Wissen in Sachen SEO und SEA. Das wichtigste Rüstzeug eines/einer Online Marketer ist der Laptop und die vielen unentbehrlichen Tools und Programme. Ich wollte wissen, was sich hinter diesen Dingen verbirgt und wie sie aufgebaut sind. Ich wollte selbst kreieren und Neues erschaffen – von der Konsumentin zur Coderin werden.

Letztendlich fand ich so großen Gefallen an der Materie, dass ich mich entschloss, mich auch beruflich dahingehend zu orientieren. 

2. Was waren deine nächsten Schritte, als du im Coding Weekend gemerkt hast, dass dir die Thematik Spaß macht?

Zunächst einmal war ich wirklich begeistert, was man während solch einem intensiven Wochenende bereits alles umsetzen kann und war dankbar über die wertvollen Tipps und Online(lern)tools, die uns unsere damalige Tutorin, Carina, auf den Weg mitgegeben hat. Direkt nach dem Coding Weekend absolvierte ich noch weitere Onlinekurse in JavaScript und Java. Nebenher baute ich meine erste eigene WordPresswebseite auf.
Letztendlich fand ich so großen Gefallen an der Materie, dass ich mich entschloss, mich auch beruflich dahingehend zu orientieren. Meine Wahl fiel auf das 2-jährige Informatik-Kolleg der HTL Spengergasse, 1050 Wien, welches ich im Herbst 2018 mit Diplom abschließe.

3. Was sind die Highlights des Studiums? 

Alexandra_Coding WeekendIch habe mit Technischer Informatik angefangen: dort wurden zunächst Microsoft Standardsoftware, sowie Grundlagen der Elektrotechnik und in weiterer Folge Sprachen wie PHP, JavaScript, HTML und CSS gelehrt. Im Computerpraktikum ging es um die unterschiedlichsten Betriebssysteme, Hardwaretechnik und Firmware. Programmieren in Java und C# stellt ein Studienschwerpunkt während der Ausbildung dar. In Datenbanken wird zu Beginn der Umgang mit MSAccess und SQL gelehrt, später durch Datenbankmodellierung erweitert und im fortgeschritteneren Stadium mit PL/SQL an einer OracleDB gearbeitet. Der Unterricht in Netzwerktechnik ist immer sehr abwechslungsreich gestaltet. Durch die Switch-/Routerkonfigurationen an echten physischen Geräten in den Laboren, fällt es leicht das erworbene Wissen in der Praxis zu festigen.
Nach meinem ersten erfolgreich absolvierten Jahr am Kolleg, kann ich bereits auf eine breite Ausbildungspalette zurück blicken. Ich habe vor allem für Datenbanken und Datensicherheit großes Interesse entwickelt – diese Thematik habe ich auch als Schwerpunktthema für mein Diplomprojekt gewählt und werde meine Kenntnisse darin vertiefen.

4. Es gibt viele Vorurteile gegenüber Coding. Haben sie dich abgeschreckt?

Um ehrlich zu sein – ich kenne kein Vorurteil 🙂 Nur der Ausdruck „Computer-Nerd“ ist mir geläufig. Aber der ist meiner Meinung nach nicht ausschließlich aufs Coden bezogen sondern lässt auch Gaming mit einfließen. Falls jemand der Überzeugung ist, dass das auf mich zutrifft…ich weiß was ich drauf hab und nehm’s mit Humor! Die Marketingtanten, Bleistift-Spitzer und Co. werden mir zustimmen 😉

Langfristig betrachtet, sehe ich mich als Datenbank Spezialistin.

5. Was sind deine Pläne in diesem Bereich?

Im kommenden Jahr möchte ich meine Diplomprüfung samt Diplomprojekt erfolgreich abgeschlossen haben und direkt danach meinen Jobeinstieg ansetzen. Zusätzlich werde ich noch im Sommer vor den Abschlussprüfungen ein 2-monatiges Praktikum antreten und meine Fähigkeiten in der Arbeitswelt unter Beweis stellen bzw. erweitern. Langfristig betrachtet, sehe ich mich als Datenbank Spezialistin.